Würde es einen Handball-Gott geben, dann hätte er uns sicher ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht. Erstellt am 13.12.2009 - 19:46 Uhr von Heiko Wagner (Jugend-Spielgemeinschaft Elbe- Kühnau)
Nach dem enttäuschenden Punktverlust in der letzten Woche gegen Köthen, war im Spiel beim BSV Wiedergutmachung angesagt. Trotz der frühen Anwurfzeit waren unsere Jungs hellwach und versuchten sofort spielerische Akzente zu setzen. Leider wurden einige schön heraus gespielte Angriffe zu unkonzentriert abgeschlossen, so dass sich der BSV sukzessive bis zum 8:4 auf 4 Tore absetzen konnte. Unsere Mannschaft ließ sich trotzdem nicht entmutigen und machte weiter ihr Spiel. Immer wieder fanden wir nun gegen die offensive Deckung der Magdeburger die reichlich vorhandenen Lücken und nutzten diese endlich konsequent. In dieser Phase war zu sehen, welch gutes spielerisches Potential unser Team hat. Jeder Spieler setzte dabei Akzente und brachte sich ein. Leider bekamen wir in der Abwehr die beiden starken Rückraumspieler des Gegners nicht wirklich in den Griff, so dass der BSV immer wieder vorlegen konnte. Mit dem Pausenpfiff erzielten wir den verdienten Ausgleich und konnten weiter auf eine Überraschung hoffen.
Der BSV stellte seine Abwehr nun auf eine sehr defensive 6:0 um, was uns Anfangs einige Probleme bereitete und zunächst den Spielfluss unterbrach. Erst nach einer Auszeit lief es besser und beim 22:22 schien die Spielwende zu unseren Gunsten möglich. Leider fehlte jetzt wieder einmal das Quäntchen Glück, um den Gegner noch nervöser zu machen. Stattdessen konnte der BSV weiter mit recht einfachen Würfen zum Erfolg kommen und sich immer wieder auf 3 Tore absetzen. Fast schien es als sei das Spiel 5 Minuten vor dem Ende beim 32:28 und einer zusätzlichen Zeitstrafe gegen uns gelaufen. Doch auch jetzt steckten unsere Jungs nicht auf, kämpften und konnten tatsächlich 60 Sekunden vor Schluss auf 33:32 verkürzen. Würde es einen Handball-Gott geben, dann hätte er uns sicher ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht. So aber landete unser entscheidender Wurf am Pfosten und die Magdeburger konnten im Gegenzug das spielentscheidende Siegtor werfen.
Sicher hätten wir uns einen Punkt redlich verdient gehabt und eine knappe Niederlage schmerzt immer besonders. Trotzdem ist zu sehen, dass unsere Jungs neben der sehr guten Moral, zunehmend auch spielerisch besser werden und vieles im Training erlernte im Spiel ankommt. Nach der Weihnachtspause gilt es wieder anzugreifen, um gegen die unmittelbaren Tabellenbachbarn den guten Mittelfeldplatz zu behaupten.
Allen Spielern und Eltern wünsche ich an dieser Stelle bereits ein erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
die JSpG spielte mit:
Kai Gobert, Fritz-Leopold Alisch; Sören Alvermann , Grigori Vodotinski (3), Felix Schulze (4/1), Bastian Schmidt (5), York-Lukas Stein (5), Maximilian Höppner (13/2), Laurin Cichosz, Lucas Goldmann (2), Laurin Cichosz, Marc Hohenstein