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Stadtderby geht an den DRHV 06
  31:24 vor 250 Zuschauern in der SH Friedensschule
Erstellt am
11.01.2010 - 21:07 Uhr
von Peter Krause



Am Ende war es nicht das so spannende Derby, wie vorher erhofft. Im einzigen Verbandsliga-Spiel der Woche, die anderen wurden wegen Tief Daisy allesamt abgesagt, gewann die zweite Mannschaft vom DRHV letztendlich deutlich mit 31:24 und festigte so den zweiten Rang.
In der Sporthalle Friedensschule, die mit 250 Leuten aus allen Nähten zu platzen drohte, war die erste Halbzeit noch ausgeglichen. Beide Team schenkten sich nichts. Schlugen jedoch nie über die Stränge. Die einzig wirklich hitzige Szene ereignete sich nach 15 Minuten, als Benjamin Vollert direkt mit Rot vom Feld gewiesen wurde. Bei einem Konter der Gastgeber wollte der 20-jährige den in der ersten Halbzeit besten Kühnauer Angreifer Seidel zu einem Stürmerfoul provozieren. Dies schlug fehl und die Schiedsrichter entschieden auf eine Disqualifikation. Eine streitbare Entscheidung, die man im Lager des DRHV jedoch ruhig zur Kenntnis nahm. „Man kann gegen Schiedsrichterentscheidungen ohnehin nichts machen. Die Karte war hart, aber schon vertretbar,“ so Rösike im Anschluss an das Spiel. Gefreut hatte sich der Trainer mehr, dass sein Team die Pokal-Schlappe(22:42) vom Mittwoch so gut verdaut hat. „Das hat mir imponiert. Die Jungs haben das nicht an sich ran gelassen, sondern konnten den Schalter einfach umlegen,“ freute sich der Coach weiterhin über die Einstellung seiner Schützlinge.
Die DRHV-Reserve fand schon gut ins Spiel. Schnell konnte man mit 2:0 führen und verteidigte die Führung bis zum 5:4. Dann kam ein kurzer Zwischensputz der Gastgeber, der sich jedoch nur als kleines Strohfeuer entpuppte. Beim 9:7 übernahmen die Dessau-Roßlauer wieder die Initiative, ohne jedoch weiterhin die Angriffe konsequent fort zu führen. „Das war der Punkt, der mir weniger gefallen hat,“ meinte Rösike. Die Chancenverwertung. Zu oft wurden die Offensivbemühungen zu lax vorgetragen. Bedanken konnte man dabei beim DRHV, über die gesamte Spielzeit, bei den Torhütern. Besonders der ehemalige Kühnauer Hempel hatte am Ende ein Quote von über 50%. Er hielt sein Team insbesondere im ersten Durchgang durch eine Vielzahl Paraden im Spiel. Den Rückstand zur Pausensirene konnte jedoch auch er nicht verhindern.
Aus den Kabinen kam der „Gast“ deutlich aufgeweckter. Während bei der SG Kühnau der in der ersten Halbzeit beste Torschütze Seidel bis zur 50. Minute auf der Bank schmorte, fanden die Dessau-Roßlauer immer besser ins Spiel. Nach dem 15:14 gab man die Führung fortan nicht mehr ab und legte den Grundstein für den achten Sieg in Serie. „Der Anfang der zweiten Hälfte war immens wichtig für den Spielverlauf. Von da an sind wir lockerer und sicherer geworden,“ meint der DRHV-Übungsleiter über die ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Entscheidend absetzen konnte sich der DRHV dann nach dem 26:22(50.). Da schöpften die Gäste dann die zweite Luft und konnten der SGK endgültig den Schneid abkaufen. Beim 30:23 wenige Minuten vor Spielende war die Partie entschieden. „Wir hoffen, dass wir durch den Sieg ein wenig Druck auf Landsberg ausüben können,“ so Manuel Abé, der auf der Mitteposition hervorragend durch Thomas Kirschstein ersetzt wurde. Durch diesen Sieg bleiben die Dessau-Roßlauer weiter das Team der Stunde in der Verbandsliga. „Das kann gerne so weitergehen,“ lacht Rösike, schränkt aber sofort ein: „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und dürfen keine Höhenluft bekommen. Das nächste Spiel ist immer das schwerste.“

2010-01-10_SG-Kühnau_DRHV06 2


DRHV: Hempel, Reinhardt – Alisch 7, Just 9/6, Wetteborn 4, Kuhr 2, Wiegel 3, Vollert 1, Hannemann, Kirschstein 5
 
         
Termine
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1. VfL Potsdam
gegen
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