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Beavers beim 34:25 gegen Eintracht Hildesheim im Spielrausch
  „ Andreas Sprecher war der bessere Torwart“
Erstellt am
31.01.2010 - 20:53 Uhr
von Gerald Reinhardt



„Die Mannschaft mit dem besseren Torwart hat das Spiel gewonnen.“, so die Worte von Gästetrainer Gerald Oberbeck in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Wenn man das Leistung der beiden Torhüter direkt vergleicht, so stimmt diese Aussage ohne Einschränkung, denn der auf Dessau-Roßlauer Seite agierende Andreas Sprecher war fast unüberwindbar. Selbst von 4 Strafwürfen konnten die Gäste aus Hildesheim nur einen verwandeln.

Der für die Hildesheimer eingesetzte Dennis Klockmann hatte gegen den Dessau-Roßlauer Angriff hingegen gerade in der Anfangssphase kaum eine Chance. So konnten die Beavers schon nach wenigen Minuten mit 7:1 in Führung gehen. Gerald Oberbeck brachte Christoph Trinks ins Tor. Allerdings hatten die Hildesheimer keiner Zeit, den Torwartwechsel zu ihren Gunsten zu nutzen, denn nach wenigen Minuten, musste Dennis Klockmann wieder ins Tor. Trinks musste mit gesundheitlichen Problemen in die Kabine, in der er dann auch blieb.

Aber die Gäste aus Hildesheim wachten langsam auf und konnten nun dem Dessau-Roßlauer Angriff einiges entgegen setzen. Kleine Fehler im Spielaufbau der Beavers wurden sofort bestraft. Jeremias Rose konterte die Gastgeber mehrfach aus und brachte die Hildesheimer wieder auf Tuchfühlung. Kurz vor der Halbzeit stand es dann 14:13, ein 14:14 war für die Gäste greifbar. Allerdings behielten in den letzten Sekunden die Muldestädter die Vorherrschaft im Spiel und zogen dagegen, so dass man mit einem 15:13 in die Pause ging.

Für die zweite Halbzeit schien nun wieder alles offen. Verunsichert schienen die Hausherren die letzten Minuten zu agieren und die Eintracht witterte die Chance, das Spiel zu drehen. Aber es kam in Halbzeit zwei anders. Die Beavers dominierten von der ersten Minute der zweiten Halbzeit an das Geschehen. Und das Spiel, was dann folgte, war ein Genuss! Die Abwehr stand sicher und machte es den Gegnern immer schwerer und wenn sie überwunden wurde, dann stand meistens Andreas Sprecher noch zwischen den Pfosten. Im Angriff geschah das, was man in den letzten Spielen der Beavers immer wieder bemängeln musste. Ein Zusammenspiel mit guten und neuen Spielzügen und der Wille zum Sieg brachten am Ende nicht nur den Sieg, sondern ließen die anwesenden Zuschauer, denn es waren schöne und heraus gespielte Tore. Es machte richtig Spaß, dem Spiel der Beavers zuzuschauen.

In den letzten Minuten, als das Spiel schon entschieden war, brachte Trainer Peter Pysall noch Christian Hoffmann ins Tor, der auch mit mehreren Paraden glänzen konnte. Neuzugang Norman Flödel konnte sich im Angriff in seinem ersten Punktspiel mit einem Tor in die Liste eintragen. Ansonsten dominierte Robert Lux mit 10 Treffern die Liste der Torschützen, was auch daran lag, dass er aus den verschiedensten Position und Situationen traf. Patrick Heddrich traf siebenmal und Armands Uscins sechsmal. Auch bei diesen Toren sollte angemerkt werden, dass hier die Treffer zählen, aber auch das Zustandekommen einfach eine Augenweide war, sich die Spieler selber übertrafen und die Aktionen auf den Rängen oft mit einem „Boah!“ und tosendem Beifall belohnt wurden.
2010_01_31_DRHV-Eintracht_Hildesheim

Die letzten Spielzüge wurden von fast allen Anwesenden im Stehen bejubelt und die Stimmung war nach vielen Spielen absolute Spitze. Der Beifall sollte selbst im V.I.P.-Raum nicht weniger werden, als das Team zur Pressekonferenz erschien.

Auch am Rande des Spieles gab es eine beispielhafte Aktion. Die Fanclubs beider Teams, zwischen denen schon seit langem eine enge Bindung besteht, feierte gemeinsam, selbst nach dem Spiel.
Ein gutes Bild was die Mannschaft, der Verein und das Spiel selber boten. Gerade zu einem Zeitpunkt, an dem ein Team vom mdr in der Halle war. Ein Bericht über den Handball in Dessau-Roßlau und den DRHV 06 wird entstehen, der am Dienstag um 19.00 Uhr in der Sendung Sachsen-Anhalt heute ausgestrahlt werden soll. Ein Muss für jeden Fan.

DRHV: Sprecher, Hoffmann - Lux 10, Heddrich 7, Uscins 6, Rudow 4/2, Schöne 2, Holtz 2, Fischer 1, Werner 1, Flödl 1, Pratersch, Müller
 
         
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