Samstag || 13.02.10 || Elbe-Rossel-Halle || DRHV II - MSV Buna Schkopau Erstellt am 12.02.2010 - 02:15 Uhr von Perry Ferry
Eine Woche war gewesen. Zeit zum verschaufen? Mitnichten. „Wir ziehen unsere Linie jetzt konsequent bis zum Saisonende durch. Da dürfen wir in dieser entscheidende Phase keine Abstriche,“ so die Ansage von DRHV II-Coach Rösike vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen Buna Schkopau. Denn die Ausgangslage ist klar: Gewinnt der DRHV nicht, dann wird die kleine Chance auf die Meisterschaft wohl noch kleiner.
Doch von einer möglichen Niederlage will man bei der Bundesliga-Reserve nichts wissen. Wie auch? Die letzten abgegebenen Punkte resultieren aus der Niederlage in Landsberg im Oktober letzten Jahres. Seitdem sind mittlerweile elf Spieltagen vergangen in denen der DRHV die makellose Bilanz von 22:0 Punkten aufweist bei +59 Toren. Wenn um 15 Uhr in der Elbe-Rossel-Halle das Spiel von den Schiri-Paar Sieste/Franke angepfiffen wird, soll das Dutzend voll gemacht werden. Und die Anzeichen dafür stehen gut. Schon das Hinspiel dominierten die Dessau-Roßlauer beim 30:23 in Merseburg. Und weshalb die Serie morgen enden soll, dazu weiß man auch beim DRHV keine Antwort. „Es soll nicht vermessen klingen, aber wir wollen die Serie bis Saisonende halten. Das ist natürlich eine hohe Hürde, aber das muss einfach unser Anspruch sein,“ so Kapitän Abé, der anfügt: „Wir haben allesamt enormes Selbstvertrauen und können dieses mittlerweile auf die Platte übertragen.“ Markige Worte, die in ihrem Kern aber stimmen. Mittlerweile trägt man die Früchte aus der harten Arbeit aus, die bisher der zweite Rang in der Verbandsliga sind.
Dennoch liegt man bei nur vier Punkten Rückstand und dem absoluten Spitzenspiel im Rücken in der nächsten Woche gegen Tabellenführer Landsberg noch in Schlagdistanz. Das soll in den Köpfen der Spieler jedoch erstmal keine Rolle spielen. „Wir müssen uns voll auf das Spiel heute konzentrieren, sonst ist die ganze Arbeit der Saison für die Katz. Ein Sieg ist Pflicht,“ fordert Rösike von seinem Team. Mit der Rolle des Favoriten kommt der DRHV zuweilen gut klar. Und gegen den Drittletzten der Liga darf sich eine Mannschaft, die noch gute Chancen auf die Meisterschaft hat, nicht erlauben.
Zumal die Gäste in den letzten sechs Auswärtsspielen keine Punkte zurück in den Süden Sachsen-Anhalts entführen konnten. Aus den letzten elf Spielen gelangen überhaupt nur zwei Siege. Damit sind die Rollen vor dem Spiel klar verteilt. Lichtblick für den MSV: man hat noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Eines davon gegen Tabellennachbarn und Vorletzten Zerbst. Dort schlummern möglicherweise die Punkte. Doch heute soll das Dutzend durch den DRHV voll gemacht werden. „Notfalls auch ein dreckiges,“ lacht Rösike, „egal wie, die Punkte müssen an Elbe und Rossel bleiben.“