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Verunsichert wirkende Mannschaft verlor am Ende deutlich mit 27:35 gegen den SV Post Schwerin
  Ansprachen und Auswertung nach dem Spiel in Ahlen haben leider nichts genutzt
Erstellt am
12.02.2010 - 23:25 Uhr
von Gerald Reinhardt



Das Debakel vom letzten Wochenende sollte sich nicht wiederholen. Gespräche und Auswertungen wurden unter der Woche mit den Spielern geführt, um die Einstellung der Spieler und die aufgetretenen Fehler vom Spiel in Ahlen zu vermeiden oder mindestens einzuschränken. Genutzt hat das scheinbar nicht viel.
2010-02-12_DRHV-SV_Post_Schwerin

Peter Pysall äußerte sich zum letzten Spiel noch mit den Worten: „Mit zwei Torhütern und zwei Spielern kann man auswärts nicht gewinnen.“ Mit den Spielern bezog er sich auf Patrick Heddrich und Armands Uscins. Sechs Tage später sollte sich bestätigen, dass auch ein Heimspiel nicht gewonnen werden kann, wenn man auf zwei Torhüter und zwei Spieler zurückgreift.

Der einzige Unterschied zum Ahlen-Spiel war, dass Andreas Sprecher im Tor wohl erfolgreicher war als Christian Hoffmann und bei den zwei Spielern Norman Flödel in die Fußstapfen von Armands Uscins trat. Wobei Letzterer auch viel Pech hatte, denn immerhin hatte Armands Uscins noch so einige Chancen versucht zu verwerten, scheiterte aber am sehr gut haltenden Igor Levshin oder dem Holz. Angeschlagen musste Armands während des Spieles auch kürzer treten.

Das Spiel dominierten die Gäste bereits nach 7 Minuten. Die Postler standen in der Abwehr sehr gut, agierten aggressiv und hatten damit Erfolg. Torwart Igor Levshin hielt, was zu halten war.

Die Beavers hingegen fanden weder in der Abwehr eine sinnvolle Lösung gegen das Team aus Schwerin noch fanden sie Chancen, einen Angriff erfolgreich aufzubauen. Zu viele Fehler im Spielaufbau führten zu Ballverlusten, die dann aber konsequent vom Gegner genutzt wurden. Das baute den Gegner auf machte ihn hungrig auf mehr. Und die Gastgeber wehrten sich nicht, ließen mit sich spielen.

Der so oft gelobte Teamgeist, die Moral, der Kampf bis zum Abpfiff – irgendwie war am Freitagabend nicht viel davon zu sehen. Zwischenzeitlich führten die Gäste mit 12! Toren.

Bezeichnend für das Spiel waren die Worte von Gästetrainer Dirk Beuchler in der Pressekonferenz, der deutlich davon sprach, „... am Ende sogar seine Bankspieler ...“ eingesetzt zu haben.

Präsident Thomas Zänger machte in der Pressekonferenz keinen Hehl daraus, dass er mit der Leistung der Mannschaft nicht zu frieden war.

In der letzten Woche hat man deutlich auch im mdr Stellung bezogen, dass es in der kommenden Saison um die eingleisige 2. Bundesliga gehen soll. Dazu gehören Sponsoren und dazu gehören zahlenden Zuschauer und Fans. Die Leistung gegen Hildesheim endete mit einer jubelnden Menge, mit Beifallsstürmen im V.I.P.-Raum. Nur zwölf Tage später! Beim Spiel gegen den SV Post Schwerin verließen einige Zuschauer aufgrund der Enttäuschung vor Spielende die Anhalt-Arena. Mit 820 Zuschauern liegt man mittlerweile schon fast 1000 Zuschauer unter einen früheren Durchschnitt. Für Sponsoren und Zuschauer müssen konstante Leistungen erbracht werden und daran muss gearbeitet werden! Das Dessauer Publikum ist handballkundig und –interessiert, wie es der Besuch beim Spiel des HC Leipzig gezeigt hat.
 
         
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