"Zwote" vor dem Spitzenspiel - Tabellenführer Landsberg kommt in die Anhalt-Arena
Sonntag || 21.02.10 || Anhalt-Arena || 15:00 Uhr || DRHV II - Landsberger HV Erstellt am 18.02.2010 - 15:54 Uhr von El Duderino
Die 13 gilt in vielen Kulturkreisen als Unglückszahl. Dies führt sogar soweit, dass es ein eigenes Wort für die Furcht vor der Zahl gibt: Triskaidekaphobie. ,,Noch nie gehört," wiegelt Marco Rösike ab und runzelt die Stirn. „Wieso auch?", so die Nachfrage. Die Antwort darauf ist ganz leicht zu geben. Die zweite Mannschaft des Dessau-Roßlauer HV steht vor dem wichtigsten Spiel der Saison. Wenn am Sonntag um 15 Uhr der Tabellenführer aus Landsberg in der Anhalt-Arena antritt, kann der Bundesliga-Reserve der 13. Sieg in Serie gelingen. „Statistischer Kokolores,“ so die Antwort auf den Hinweis. „Auch wenn es diese Serie nicht geben würde, müssen wir das Spiel gewinnen.“ Müssen. Der springende Punkt für das richtungsweisende Spiel. Alles andere als ein Sieg würde die Titelambitionen des DRHV Atomisieren und den Gästen das Tor zur Meisterschaft weit aufstoßen.
Dass es das absolute Topspiel der Saison wird, steht zudem außer Frage. Der DRHV ist die Tormaschine der Verbandsliga, während der Tabellenführer die beste Abwehr stellt. „Das wird ein interessantes Duell, bei dem wohl auch die Tagesform von entscheidender Bedeutung sein wird,“ bedient sich Manuel Abé einer altbekanntes Floskel. Auch merkt man, dass es in dieses Spiel nicht so locker in der Vorbereitung war, wie es noch in den letzten Wochen von statten ging. Eine gewisse Anspannung ist beim DRHV zu spüren, die Mienen ernster. In diesem Spiel wird sich zeigen, inwieweit die Fortschritte der Saison auch in derlei Situationen zum Tragen kommen. „Das Spiel ist natürlich in vielerlei Hinsicht wichtig und ein Gradmesser für mein Team,“ schätzt Rösike ein. Dass es auch sonst kaum nennenswerte Unterschiede gibt zwischen beiden Mannschaften gibt, liegt auch auf der Hand. Von den letzten zwölf Spielen verloren nämlich auch die Gäste nur deren eine beim Gastspiel in Halle. Und auch die zweite Niederlage des LHV resultiert aus einem Auswärtsspiel(24:25 in Bernburg). Die Chance für die Doppelstädter? „Wohl eher ein Milchmädchenrechnung,“ wie Abé anmerkt. Erst letzte Woche gewann der Ligaprimus bei der SG Kühnau ziemlich deutlich mit 38:31. Einen Favoriten zu benennen fällt vor dem für beide Teams wichtigsten Spiel des Jahres somit schwer.
Das Hinspiel, als der DRHV-Motor noch nicht so recht lief, verlor der Verfolger knapp mit 25:28 und zeigte dabei eine engagierte Leistung. Seitdem sind genau zwölf Spiele für die Dessau-Roßlauer vergangen, die allesamt für sich entschieden werden konnten. Nun folgt das 13. Wieder gegen Landsberg. „Es wird eine denkbar knappe Angelegenheit werden, aber wenn wir wie in den letzten Monaten spielen, haben wir gute Chancen, weiter den Traum von der Meisterschaft zu träumen,“ gibt sich Rösike dann doch optimistisch. Ob es sich dann am Ende um einen Glücks- oder Unglückstag handelt, wird sich am Sonntag am Ende der 60 Minuten auf der Ergebnistafel widerspiegeln.