Nach längerer Spielpause waren wir heute zu Gast in Wolfen. Dass die agilen und spielstarken, aber körperlich unterlegen, Wolfener, nicht zu unterschätzen sind, hatten nach dem klaren Hinspielsieg einige Jungs mit dem Anpfiff wohl vergessen. Fehlende Aggressivität in der Abwehr ermöglichte es den Gastgebern immer wieder, zu einfachen Toren gegen unsere löchrige Abwehr zu kommen. Im Angriff fehlte uns der Druck, so dass sich gegen die defensive Abwehr des Gegners keine Lücken boten und immer wieder Einzelaktionen statt der besprochenen Spielzüge zu sehen waren. Erst mit der Einwechslung von York-Lukas Stein, der aufgrund seiner Erkältung eigentlich geschont werden sollte, kam mehr Bewegung und Struktur in unser Spiel. Mehr als eine knappe Halbzeitführung sprang aber trotz der Steigerung nicht heraus.
Die klaren Worte in der Kabine bewirkten dann mit Beginn der 2. Halbzeit die erhoffte Trotzreaktion. Endlich standen wir in der Abwehr besser und Max Höppner im Tor dankte dies mit einer deutlichen Steigerung. Mit schnellen Tempogegenstößen wurden nun endlich die einfachen Tore erzielt, so dass die Wolfener zunehmend resignierten und in der Abwehr lange nicht mehr so aufmerksam spielten wie am Anfang. Lucas Goldmann (10 Tore) und York-Lukas Stein (9 Tore) waren kaum zu halten und wenn, dann häufig nur auf Kosten eines Siebenmeters. Der Vorsprung wuchs nun kontinuierlich an, auch weil sich die eingewechselten Spieler gut einfügten und die Mannschaft insgesamt nicht mehr locker ließ. Hervorzuheben dabei vor allem Grischa Vodotinski (9 Tore), der in der Abwehr wie immer vorbildlich kämpfte und trotzdem jeden Gegenstoß lief.
Am Ende dass erwartet deutliche Ergebnis nach 2 völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Kritisch muss man sehen, dass wir gegen einen unterlegenen (und teilweise jüngeren!) Gegner nur phasenweise in der Lage waren, als Mannschaft zu agieren und einige Jungs zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen. Zu vieles lastete auf den Schultern der Leistungsträger, was unser Spiel gegen stärkere Gegner zu ausrechenbar macht.
In den letzten 4 Saisonspielen wird es gegen die gleichwertigen Konkurrenten darum gehen, den Kampf um Platz 5 der Tabelle zu führen. Auftakt ist am nächsten Mittwoch um 18:00 Uhr im BSZ das Nachholspiel gegen Halle. Danach kommt am Samstag um 16:00 Uhr der unmittelbare Tabellennachbar aus Staßfurt zum Rückspiel in die Friedensschule.
die JSpG spielte mit:
Maximilian Höppner, Fritz-Leopold Alisch; Sören Alvermann (1) ,Felix Schulze (3/1), Bastian Schmidt (1), York-Lukas Stein (9), Lucas Goldmann (10), Lukas Kuczewski (1), Hoyer Paul, Leonhard Steinhoff (1/1), Marc Hohenstein (1), Laurin Cichosz, Grigori Vodotinski (9/2)