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Männliche Jugend C I - Oberliga
  JSpG Elbe Kühnau : HV Rot-Weiß Stassfurt 27:26 (11:10)
Erstellt am
27.02.2010 - 21:39 Uhr
von Heiko Wagner (JSpG Elbe Kühnau)



Um in der Schlussphase der Meisterschaft nicht den Anschluss an das vordere Mittelfeld zu verlieren, war heute im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Stassfurt unbedingt ein Sieg notwendig. Da den Gästen ihre zwei wichtigsten Spieler mit Verletzungen ausfielen und somit nur 8 Spieler zu Verfügung standen, schienen zumindest die Vorzeichen für uns zu sprechen.
Zunächst kamen wir aber nicht ins Spiel, weil uns die notwendige Aggressivität in der Abwehr fehlte und Stassfurt immer wieder mit einfachen Toren vorlegte, bei denen auch unser Torwart nicht glücklich aussah. Nach und nach verbesserte sich aber unser Spiel, auch weil die taktische Vorgabe mit schnellem Kombinationsspiel insbesondere über die Außen zu kommen, besser umgesetzt wurde. Der zwischenzeitliche 3 Tore Vorsprung wurde aber leichtfertig verspielt, so dass nur ein knappes 11:10 zur Halbzeit zu Buche stand.
Neuerlich musste in der Kabinenansprache daran erinnert werden, dass jeder im zweiten Abschnitt zulegen und vor allem mehr miteinander gespielt werden muss. Genau das setzten unsere Jungs super um und zogen Tor um Tor davon. In dieser Phase wurde intelligent, mit viel Druck und Übersicht gespielt. Die Gäste konnten dem hohen Tempo nichts mehr entgegensetzten, so dass beim 26:20 nach 44 Minuten das Spiel gelaufen war. Dachten zumindest wohl alle in der Halle. Was dann folgte, war wieder einmal nicht erklärlich und von außen nur mit Fassungslosigkeit zu sehen. Stassfurt traf nach Belieben aus allen Lagen, wir hingegen ließen reihenweise freie Chancen weg, indem wir den sicher guten, aber ausrechenbaren Stassfurter Torhüter auf seiner Lieblingsseite berühmt warfen. Als Stassfurt beim Stand von 26:25 30 Sekunden vor Schluss eine Auszeit nahm, war angesichts der Körpersprache unserer Jungs nicht Gutes zu vermuten. Insofern gab es von den Trainern nur einen kurzen und deutlichen Appell an Ehrgeiz und Moral. Stassfurt spielte prompt die erwartete Variante über Außen zum erfolgreichen Ausgleich. Noch waren aber 10 Sekunden zu spielen. Nach schneller Mitte übernahm York-Lukas Stein mit einem Sprungwurf aus vollem Lauf Verantwortung und konnte zum fast schon nicht mehr möglich gehaltenen Siegtreffer verwandeln. Der Rest ging im Jubel der erschöpften, aber glücklichen Mannschaft nach einem verrückten Spiel unter.

Mit Blick auf die nächsten schweren Aufgaben ist nur zu hoffen, dass einige Jungs, die heute unter ihren Möglichkeiten blieben, wieder zu bekannter Stärke finden. Dann sind auch gegen Calbe und Radis Überraschungen möglich.

die JSpG spielte mit:
Kai Gobert, Fritz-Leopold Alisch; Sören Alvermann (1) ,Felix Schulze (5), Bastian Schmidt (4), York-Lukas Stein (7/2), Lucas Goldmann (2), Lukas Kuczewski, Hoyer Paul, Leonhard Steinhoff, Marc Hohenstein, Laurin Cichosz, Grigori Vodotinski (5), Martin Brandt (3)
 
         
Termine
DHB Pokal - 2. Runde
1. VfL Potsdam
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