Just und Alisch treffen wieder Erstellt am 28.02.2010 - 20:02 Uhr von Baum Stevgärtel
Die Spannung blieb bis kurz vor 19 Uhr aufrecht erhalten. Dann kam endlich das Ergebnis aus Reichardtswerben und die Stimmung schwankte in leichtes Trübsal um. 22:21 gewann der Spitzenreiter sein Gastspiel bei der SG Saaletal. In diesem Spiel sah man beim DRHV die vielleicht letzte Chance noch an Landsberg vorbei zu ziehen. „Jetzt wird es von Woche zu Woche noch schwerer. Aber der LHV ist abgezockt und wird sich das wohl nur noch schwer nehmen lassen,“ meint Trainer Rösike nachdem das Ergebnis durchsickerte. Resignation beim Tabellenzweiten? Keineswegs. „Wir müssen an die Sache ja auch sachlich ran gehen,“ so Rösike über die äußerst kleine Meisterschaftschance.
Dass die Hoffnung überhaupt weiter leben darf, hat sich der DRHV hart erkämpft. Beim Heimspiel gegen die Regionalliga-Reserve aus Halle mühten sich die Doppelstädter zu einem 33:28. Nicht schön gespielt, aber doch gewonnen. So verbucht man das Spiel bei den Dessau-Roßlauern. „Heute hat einfach an vielen Ecken die nötige Konsequenz gefehlt und so haben wir Halle immer wieder ins Spiel zurück geholt,“ resümierte Rösike.
Doch es gab gleich zu Beginn wieder Grund zur Freude. Steven Just, beim Spiel gegen Landsberg weit hinter dem eigenen Leistungspotenzial geblieben, trat zweimal an die Strafwurflinie und netzte beide Würfe ein. 2:0 nach wenigen Minuten. Doch dann begann das Dilemma des DRHV. In der Abwehr fehlte jegliche Kommunikation. Dadurch eröffneten sich Räume und Lücken, die die Gäste in einfache Tore um münzte. Beim 5:6 gingen die Saalestädter dann sogar in Führung und gaben sie zunächst auch nicht mehr her. Erst nach dem 8:9 wachten die Dessau-Roßlauer dann endlich auf. Vier schnelle Tore ließen dann die Gesichter wieder etwas versöhnlicher dreiblicken. „Eigentlich hätten wir nach dem 12:9 genau so weiter machen müssen. Ich weiß nicht, weshalb wir das nicht geschafft haben,“ so Rösike über die Art und Weise wie sein Team mit der eigentlich vorhandenen Dominanz umging. Beim 14:13 war Einheit wieder dran. Doch die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörte dann wieder dem DRHV, der sich bis zur Halbzeitpause wieder ein kleines Polster verschaffte(17:13).
Der Start in die zweite Hälfte verlief aus Sicht der Gastgeber dann wieder optimal. Bis auf sieben Tore konnten sich der DRHV von den Gästen absetzen. Doch dann kam es wieder zum Bruch im Spiel. „Wir waren schon so ein wenig phlegmatisch,“ meinte ein nachdenklicher Manuel Abé. Zu oft machte der DRHV durch mangelnde Konzentration die Gäste wieder stark. Beim 24:20 war das Polster fast schon wieder aufgebraucht. Dass das Spiel nicht kippte verdankte man dann wiederum der eigenen Stärke. „Danach haben wir wieder einen Gang hochgeschalten und plötzlich lief es ja auch wieder,“ sagt auch Torwart Florian Hempel, der sich mit 14 Paraden abermals als starker Rückhalt seines Teams präsentierte. Bis auf 27:20 setzte sich der DRHV dann wieder ab. Eine Viertelstunde vor Spielende war, hatte man sich somit wieder in eine sehr gute Ausgangslage für die Schlussphase gebracht. Doch die Gäste ließen einfach nicht locker. Wieder kamen sie bis auf vier Tore an den Gastgeber heran. Doch der ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und spielte das Ergebnis am Ende dann doch noch souverän runter. „In den letzten Minuten haben wir dann wieder wie Mannschaft agiert, die oben steht,“ lobt Rösike sein Team dann doch noch. Lässt es sich aber auch nicht nehmen gleich wieder mahnende Worte an sein Team zu richten: „Wer jetzt meint, dass wir jedes Spiel mal eben mit links machen, der irrt. Wir wollen und müssen auf dem Punkt da sein, um bei einem Patzer von Landsberg unsere Chance wahrzunehmen.“
Der DRHV kann seinerseits nur dazu beitragen, indem er weiter gewinnt und die Siegesserie von jetzt 14 Spielen weiterhin ausbaut.