31:29 lässt weiter hoffen Erstellt am 14.03.2010 - 22:28 Uhr
von Wirklich cooler Typ
Am Ende war es ein verdienter Sieg gewesen. Mit 31:29 besiegte der DRHV die Gäste aus Bernburg und bleibt somit dem Tabellenführer auf den Fersen. „Ein hartes Stück Arbeit,“ attestierte auch Manuel Abé nach den 60 Minuten. Dass sich am Ende der Dessau-Roßlauer HV selber das Leben schwer gemacht hat, fragt beute natürlich keiner mehr. 26:20 haben die Doppelstädter zwischenzeitlich geführt, ohne sich davon in Sicherheit wiegen zu lassen. Als Florian Hempel nach 52 Minuten einen Strafwurf hielt, war die Freude groß beim DRHV. „Da wussten wir, dass wir das Ding holen werden,“ war sich auch Trainer Rösike sicher. Aber so leicht, wie es der Trainer sehen wollte, war es für den DRHV nicht.
Nachdem beide Teams in den ersten Minuten ein Feuerwerk vor den gegnerischen Toren abbrannten, kam es von einer zur nächsten Minute in beiden Angriffsreihen zur Besinnung. Fielen nach 90 Sekunden noch vier Tore, sollte daraufhin beide Angriffsreihen eher geizig mit den Toren umgehen. Den Auftakt dazu lieferte die Heimmannschaft. Bereit nach wenigen Sekunden zappelte der Ball im Netz der Gäste. Am Anfang gelang beiden Teams einfach alles. Erst nachdem Steven Just ein Siebenmeter verwarf besannen sich beide Teams auf eine effektivere Verteidigung. Vier lange Minuten sollte kein Tor mehr fallen in der Anhalt-Arena. Beide Mannschaften schienen Angst vor der eigenen Courage zu haben. Selbst die klarsten Angriffsbemühungen fanden den Weg nicht ins Tor. Doch lag das Problem nicht nur bei der Heimmannschaft. Auch die Gäste von der Saale überboten sich gegenseitig im neben das Tor werfen. So blieb insbesondere der erste Durchgang äußerst eng. Erst beim 7:5 schaffte der DRHV erstmals eine Führung mit mehr als einem Tor. Nun kann man nach 17 Minuten nicht von einer sicheren Führung sprechen, denn die Dessau-Roßlauer schafften es nicht, den Vorsprung auszubauen. Beim 7:8 lagen die Hausherren sogar im Hintertreffen. Erst eine Auszeit vom Trainer Marco Rösike brachte den DRHV wieder in die Spur. Bis zu 11:8 konnte der DRHV sich wieder von den Gästen absetzen. Nicht entscheidend. Zumal es im ersten Durchgang geschah.
Schnell glichen die Gäste das Ergebnis wieder aus. Bis zum 13:13 schenkten sich beide Mannschaften nichts. Den letzten Angriff fing der DRHV-Keeper Hempel.
Dann ging es in die Kabinen. „Viel gesagt werde musste ja nicht,“ meint auch Rösike. Den Beginn der zweiten Hälfte gestaltete im Namen der Heimmannschaft Marco Wetteborn. Die ersten drei Tore erzielte der Rechtshänder scheinbar nach belieben. 16:14 führten die Doppelstädter. Der Grundstein für den Heimsieg. Zwar blieben die Gäste von der Saale auf Tuchfühlung, trotzdem zeigte sich der DRHV engagiert. In der 47. Minute erzielten die Gäste zum letzten Mal den Anschlusstreffer. Danach war es der DRHV, der die das Heft des Handelns immer mehr in die Hand nahm. Das sah auch Rösike so. „Da muss man meinem Team ein großes Kompliment machen. Wir haben zwischen der 35. und 45. Minute einen sehr guten Ball gespielt,“ lobt der Übungsleiter seine Schützlinge. Die Führung sollte der DRHV auch während des Rests des Spieles nicht mehr abgeben. Kontinuierlich baute die Bundesliga-Reserve ihrerseits die Führung aus. Beim 26:20 neun Minuten vor Spielende schien der DRHV wie der sichere Sieger. Die zwei Punkte waren aber noch nicht in Sack und Tüten. „Wir haben uns scheinbar zu früh in Sicherheit gewogen,“ munkelte auch Rösike. Beim 30:25 vier Minuten vor Schluss wurde es trotzdem nochmals eng. Drei schnelle Tore in Folge brachten die Gäste nochmal auf Tuchfühlung. „Da sind wir nochmal kurz geschwommen,“ stimmt auch Manuel Abé zu, der aufgrund von Knieproblemen nur im Angriff eingesetzt werden konnte. Beim 30:28 nahm Rösike dann die Auszeit.
Nach dem Timeout war es dann der über das gesamte Spiel eher blasse Chris Alisch, der das entscheidende 31:28 machte. Da waren noch 20 Sekunden auf der Uhr. Der Rest war pure Ekstase. „Wir haben auch diese Reifeprüfung bestanden und bleiben weiterhin im Rennen,“ sagt Rösike mit Blick auf die noch offene Frage der Meisterschaft. Dem Ziel, bis zum Saisonende weiter Siege einzufahren, bleibt der DRHV auch treu. „Wir haben ja auch keine andere Wahl,“ lacht Abé. Noch stehen drei Spiele aus für die zweite Mannschaft des DRHV. 6:0 Punkte winken. Punkte, die am Ende wichtig werden könnten.