Das vorerst letzte Anhalt-Derby geht beim 23:28 an die Mulde
Team der Beavers breiter besetzt Erstellt am 09.05.2010 - 19:29 Uhr von Gerald Reinhardt
Beim zweiten Auswärtssieg des Dessau-Roßlauer HV 06 ging es ja nicht nur um die zwei Punkte, sondern auch um das Prestige in der Region. Der Hauptvorteil der Beavers war in dieser Begegnung ausgerechnet die bessere Aufstellung der Mannschaft. In den meisten anderen Begegnungen waren die Gegner mit einem größeren Kader ausgestattet, waren auf allen Positionen gut besetzt, was den Beavers am Ende oft zum Verhängnis wurde. Beim letzten Anhalt-Derby sollte das allerdings anders sein. Obwohl Trainer Peter Pysall nicht auf alle Leistungsträger zurückgreifen konnte, war es "... die größere Breite ...", die am Ende mit für den Sieg in der Bruno-Hinz-Halle ausschlaggebend.
In den ersten 15 Minuten der Begegnung gaben die Hausherren noch den Ton an und beide Teams standen auf Augenhöhe. Die Bernburger führten mit 8:6. Doch dann brach der Spielfluss der Hausherren vollkommen ein. Nichts neues in dieser Saison. Die Beavers nutzten die sich bietenden Möglichkeiten erfolgreich aus. Aus dem 8:6 wurde binnen weniger Minuten ein 8:10. Auch die Auszeit der Bernburger brachte danach nicht viel. Die Beavers spielten cleverer und konsequenter. Torwart Andreas Sprecher zeigte wieder eine sehr gute Leistung. Kurz vor der Pause fanden die Hausherren wieder zurück ins Spiel und konnten sich zur Pause wieder auf zwei Tore heranarbeiten. Beim 13:15 ging es in die Pause.
Nach der Pause versuchten die Gastgeber noch alles, was in ihren Möglichkeiten lag. Bis zum 19:21 hielten die Bernburger das Spiel noch offen, aber dann fehlten dem Team von der Saale einfach auch die personellen Alternativen. Dessau-Roßlaus Trainer Peter Pysall trotz der eigenen engen Besetzung mehr Möglichkeiten. Selbst die doppelte Chance wieder heranzukommen, nutzen die Bernburger nicht. Andreas Sprecher vereitelte beim Stand von 19:24 gleich zwei Siebenmeter. Das Team musste sich der Situation hingeben und konnte am Ende das 23:28 nicht mehr verhindern. Selbst der Blick auf die Strafwürfe zeigt deutlich, dass die Beavers mit dem Ex-Bernburger 6 von 6 verwandeln konnten, die Bernburger hingegen nur 1 von 4.
Geht nun der letzte Derby-Sieg nach Dessau-Roßlau und damit ist nach den vielen Derbys auch das Team von der Mulde insgesamt erfolgreicher gewesen.