Letztes Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV ein Spiegelbild der Saison
Beavers siegen nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten mit 33:29 Erstellt am 15.05.2010 - 22:05 Uhr von Gerald Reinhardt
Unterschiedlicher hätten die beiden Halbzeiten kaum sein können. In der ersten Hälfte spielte der DRHV 06 einen sehenswerten Handball. Scheinbar alle sollte gelingen. Die Abwehr stand sehr gut, verleitet die Gäste immer wieder zu überschnellen und erfolglosen Abschlüssen. Einzig de Hüftwürfe, die Andreas Sprecher sicherlich zu spät sah, brachten hin und wieder Erfolg. Ansonsten hatte die Abwehr der Beavers und auch der Torhüter ein leichtes Spiel. Selbst die Strafwürfe bereiteten dem Keeper im Dessau-Roßlauer Gehäuse kein Problem – von fünf verhängten konnte er vier vereiteln. Im Angriff hingegen konnte Trainer Peter Pysall aus der Not profitieren. Armands Uscins spielte auf der linken Aussenposition und Norman Flödl übernahm den Kreis. Die meisten Treffer erzielte in Halbzeit eins allerdings Martin Pratersch, dessen gewaltige Würfe keine Chancen für die Abwehr der Gäste und den Torhüter boten. Von Außen traf Armands Uscins und vom Kreis trafe Norman Flödl. Der WHV hingegen fand überhaupt nicht ins Spiel, selbst wieder genesenen Leistungsträger hatten zwar ihren Anteil am Spiel, konnten aber keine Akzente setzen.
Der Halbzeitstand von 19:11 hätte nach dem Auftreten beider Teams auch noch höher ausfallen können. Nun blieben für die zweite Halbzeit nur zwei Möglichkeiten über – entweder es wird ein Debakel für die Nordlichter, oder sie finden einen Weg, ins Spiel zurück zu finden. Klaus-Dieter Petersen bestätigte in der Halbzeit, dass es wohl in der Kabine die entsprechende notwendige Auswertung gab. Gehörten die ersten Minuten noch dem DRHV, konnten sich die Wilhelmshavener aufrappeln, und zum Spielgestalter werden. Nicht unbedingt durch eine bessere oder herausragende Leistung, sondern eher durch die erzielten Tore, die sie zwischenzeitlich bis auf zwei Tore an die Beavers heranbringen sollten. Die Chancen, die sich den Beavers, wie auch in Halbzeit eins immer wieder boten, wurde aber zu oft vergeben. Fünf, von den 100%igen wurden gleich hintereinander vergeben. Der in der ersten Halbzeit noch für garantierte Erfolge stehende Martin Pratersch haderte mit dem Glück und setze den einen oder anderen Ball kraftvoll an das Holz.
In den letzen 10 Minuten setzte Gäste-Trainer Petersen auf eine offene Manndeckung. Beim ersten Angriff der Beavers brachte das auch den gewünschten Erfolg. Dann hatte sich das Team darauf eingestellt und fand immer wieder den Weg zum Tor. Die Maßnahme blieb wirkungslos, aber die Gäste hielten daran fest.
Am Ende war es in Halbzeit Zwei noch einmal spannend, denn die Gäste konnten sich Tor um Tor heranarbeiten. Wieder einmal war es die Moral der Mannschaft und der Kampfgeist des Teams. Bis zum Abpfiff gaben die Beavers alles und das sollte in diesem Spiel reichen.
Das letzte Tor zum 33:29 traf Steffen Fischer. Nach dem Spiel lobte Trainer Peter Pysall besonders Steffen Fischer, der in den letzten Wochen einen schwere Zeit durchgemacht hat.