Anhaltkingz mit Punktgewinn beim SCM
Am Sonnabend traf die männliche Jugend C der JSpG Elbe/Kühnau im ehemaligen Magdeburger Handballtempel, der Hermann-Gieseler-Halle, auf den Nachwuchs des SCM. Das Hinspiel hatten die Anhaltkingz mit 5 Toren gewonnen. Nach der doch am Ende recht deutlichen Niederlage im letzten Punktspiel gegen den BSV '93 Magdeburg wollten die Kingz wieder in die Erfolgsspur zurück kommen, um sich die Chancen auf eine Medaille zu erhalten. In den letzten Jahren musste man immer deutliche Niederlagen gegen den Sportclub aus Magdeburg hinnehmen. In dieser Saison sind die Chancen jedoch etwas größer, spielt der SCM in der Sachsen-Anhalt Liga doch mit dem jüngeren Jahrgang. Leider war die Vorbereitung alles andere als optimal. Wegen der Ferien standen nur 3 Trainingseinheiten zur Verfügung und Torhüter Vincent Schulz war auf Grund einer Erkrankung außer Gefecht.
Die Anhaltkingz gingen hoch motiviert in das Spiel und schon in den ersten Minuten zeigte sich das beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollten. Für die Zuschauer war es über die gesamte Spielzeit ein tolles Handballspiel. Bis Mitte der 1. Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel bei dem sich keine Mannschaft auf mehr als 2 Tore absetzen konnte und die Führung ständig wechselte. Beim Spielstand von 12:8 gelang es den Kingz sich erstmals auf 4 Tore abzusetzen, weil die Abwehr zu diesem Zeitpunkt sehr kompakt stand und im Umkehrspiel einfache Tore gelangen. Der SCM-Nachwuchs gab sich aber nicht geschlagen, kämpfte sich Tor um Tor wieder heran und konnte bis zum Halbzeitpfiff auf 14:15 verkürzen.
Für die 2. Halbzeit hatten sich die Anhaltkingz vorgenommen, die Abwehr zu stabilisieren, war der Gegner doch in den letzten Spielminuten zu einigen leichten Toren gekommen. Im Angriff wollte man weiterhin auf das Kombinationspiel setzen, was dem SCM doch das eine oder andere Rätsel aufgab. Es war zu befürchten, dass dies eine kleine Vorentscheidung sein sollte. Die 2. Halbzeit begann so wie die 1. Halbzeit geendet hatte. Beide Mannschaften kämpften weiter mit offenen Visier und die Angriffsreihen dominierten eindeutig. Bis zum 20:20 in der 31. Minute konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Eine Zeitstrafe gegen Jonas Schulz brachte dem SCM beim 23:20 erstmals wieder einen 3 Torevorsprung, da es den Kingz nicht gelang den Ball in den eigenen Reihen zu halten und einfache Ballverluste vom Gegner gnadenlos ausgenutzt wurden.
Da aber auch die Magdeburger von Zeitstrafen nicht verschont blieben, gelang es den Kingz, sich bis zur 42. Minute beim 26:26 wieder heranzukämpfen. In den letzten Minuten forderten sich beide Mannschaften nochmals alles ab. Den Anhaltkingz gelang es in dieser Phase jedoch nicht, selber in Führung zu gehen, weil einfach die Ruhe fehlte, den Angriff auszuspielen. So legt der SCM-Nachwuchs immer ein Tor vor was die Kingz immer wieder ausglichen. In der 49. Minute dann der Showdown. Der SCM erhöhte auf 31:30. Es war die Frage, wie man agieren sollte. Ein schnelles Tor werfen und dann versuchen den letzten SCM-Angriff abzuwehren und noch auf einen Konter zu hoffen? Oder solange wie möglich spielen, um kurz vor Schluß den Ausgleich zu werfen, um den Magdeburgern keine Chance mehr zu ermöglichen? Den Kingz gelang die Variante 2, weil man die nötige Ruhe bewahrte und durch eine einstudierte Kombination zum Torerfolg kam. Das 31:31 war für beide Mannschaften leistungsgerecht, auch weil es beiden Mannschaften nicht gelang eine stabile Abwehr über die gesamte Spielzeit zu realisieren und das Spiel eindeutig von den Angriffsformationen bestimmt wurde.
Ob es ein Punktgewinn oder -verlust war, wird man sicherlich erst am Ende der Saison sagen können. Durch diesen Punktgewinn behalten die Anhaltkingz allerdings vorerst sicher ihren 2. Tabellenplatz und haben nach wie vor 2 Punkte Vorsprung auf den SCM.
Text: D.M.
Für die erfolgreiche JSG spielten:
Matthias Wendenburg (TH) - Paul Dankenbring 1, Adrian Friedrich 1, Marcus Kranz, Jakob Hensen 14(2), Jonas Schulz 5, Fabian Jost, Max-Andy Falkenberg, Fabrice Jost, Alexander Lehmann 7, Leon Jung 3
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